Die attischen Segmentschalen


Prof. Dr. Mehmet KAŞKA

Tez Türü: Bütünleşik Doktora

Tezin Yürütüldüğü Kurum: Westfaelische Wilhelms-Universitaet Münster, Philosophische Fakultät, Institut für Klassische Archäologie, Almanya

Tez Danışmanı: Prof. Dr. Klaus Stähler

Tezin Onay Tarihi: 2008

Tezin Dili: Almanca

Desteklendiği Program: Diğer

Özet:

Zusammenfassung

Die attischen Segmentschalen vertreten eine kurzlebige Gattung, die ausschließlich schwarzfigurig

bemalt ist. Sie treten im vorletzten Jahrzehnt des 6. Jhs. v. Chr. ohne besondere Vorläufer in der

attischen Vasenmalerei auf und kommen schon um die Jahrhundertwende wieder aus der Mode.

Der Form nach nehmen sie ihren Platz in der Hauptgruppe der kleinen „konservativen“ Schalen

vom Typ C ein. Die Außenseite ist, wie es bei den Gefäßen dieser Gruppe mehrfach zu finden ist,

schwarz gefirnisst. Sie setzen sich jedoch von diesen durch ihre Innenbilder, denen fast das ganze

Schalenbecken zur Verfügung steht, entschieden ab. Es war wohl der dadurch erhoffte Markterfolg,

der die Maler dazu bewegte, dieses als Malfläche auszusuchen. Sonst ist das Innenrund der Schalen im Attischen bis dahin nur sehr selten als solches wahrgenommen worden.

Bei der Wahl der Bilder, deren Aufbau sich aus optischen Gründen fast immer an der Gefäßachse

orientiert, bedienten sich die Maler vorwiegend des dionysischen Bereiches, welcher in der

spätarchaischen Zeit im Zenit seiner Beliebtheit stand. Die anderen Themenkreise sind weniger

häufig vertreten, aber es lässt sich ein breites Themenspektrum beobachten. Ermöglicht wurde

diese Vielfalt durch die Segmentkomposition, d. h. die Schaffung einer Standlinie innerhalb des

Schalenrundes. Durch dieses Mittel konnten die Maler sogar Szenen in das Rund übertragen, die

hier sonst schwerlich einzubringen waren.

Allgemein betrachtet schwankt die Qualität der Bemalung zwischen mittelmäßig und nachlässig.

Die anfänglich relativ große Sorgfalt bei der Ausführung der Darstellungen nahm sehr rasch ab,

und gegen Ende des 6. Jhs. v. Chr. setzten die Maler, wie die stetigen Wiederholungen der gleichen

Muster und die flüchtigere Malweise zeigen, auf serielle Produktion. Allerdings ist dies ein Phänomen,

das auch bei den anderen spätschwarzfigurigen Gruppen, deren Produktion sich zeitlich mit

der Segment-Klasse überschneidet, konstatiert werden kann.